Lawine Torrèn | 1000 Hektar Tanz

“Wenn Flugtheater ein Schauspiel der Götter für die Irdischen ist, so müsste sich dieses Verhältnis doch auch umkehren lassen: Ein Schauspiel der Irdischen für den Himmel. 1000 Hektar Tanz ist der Versuch dafür”, beschreibt Hubert Lepka die Idee zu seinem Projekt.

In zwei Wellen starteten Schüler des Gymnasiums Braunau am Inn und der Hauptschule St. Pantaleon mit engagierten Lehrern, Freiwilligen und einem kleinen Team von Lawine Torrèn den Versuch eines Tanzes für den
Himmel auf zwei exakt vordefinierten Arealen von je 1000 Hektar.

In einem Zeitfenster von je 90 Minuten konnte aus zufällig überfliegenden Linienflugzeugen Bewegungen und Muster am Boden wahrgenommen werden. Tanz, Feuerwehrfahrzeuge, Traktoren und Leuchtfeuer bauten sich für den Betrachter aus den Fensterreihen der Flieger zu einem erkennbaren Bewegungsbild zusammen.

Anders war es für Zaungäste und Teilnehmer auf der Erde. Die gesamte Choreografie kann nie gleichzeitig überblickt werden, der Ausschnitt in horizontaler Betrachtungsweise ergab dennoch zusammen mit dem auf Lautsprecherwagen mitfahrenden Soundscore seinen Sinn. Wie bei einer Prozession war die Unterscheidung zwischen Akteuren und Betrachtern aufgehoben. Wer mitging, um zuzuschauen, ging selbst mit und wird von oben betrachtet. Wer selber aufführte, sieht alles Aufgeführte.

 




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1000 Hektar Tanz

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